Modellierungsumfang wählen
Ontologie, Vokabular und Taxonomie unterscheiden
Taxonomien ordnen Begriffe, Vokabulare definieren Terme und Ontologien formalisieren zusätzlich Beziehungen und Axiome.
Eine Taxonomie ordnet Begriffe
Eine Taxonomie bildet allgemeinere und speziellere Begriffe ab. Sie hilft bei Navigation und Klassifikation, behauptet aber nicht automatisch logische Klassenaxiome.
SKOS eignet sich für Konzeptschemata, bevorzugte Labels und Mappingbeziehungen.
Ein Vokabular definiert Terme
Ein RDF-Vokabular veröffentlicht IRIs für Klassen und Eigenschaften samt menschenlesbarer Definition. Es kann sehr klein sein und braucht nicht die Ausdrucksstärke von OWL.
Die Definition muss festlegen, was ein Term bedeutet und was ausdrücklich nicht gemeint ist.
Eine Ontologie formalisiert Axiome
OWL-Ontologien können Äquivalenz, Disjunktheit, Kardinalität und weitere Schlussregeln ausdrücken. Diese Stärke bringt höhere Anforderungen an Modellierung und Reasoning.
Wählen Sie die kleinste Ebene, die eine reale Anwendung benötigt.
Dasselbe Fachgebiet in drei Ebenen
Das Beispiel trennt SKOS-Konzepte, einen Vokabularterm und ein OWL-Axiom.
@prefix ex: <https://example.org/vocab/> .
@prefix skos: <http://www.w3.org/2004/02/skos/core#> .
@prefix owl: <http://www.w3.org/2002/07/owl#> .
ex:pumpen a skos:Concept ; skos:broader ex:maschinen .
ex:wartetProdukt a owl:ObjectProperty .
ex:Techniker a owl:Class ;
owl:disjointWith ex:Produkt .Eigenständiges Modellierungsbeispiel. Präfixe werden im umgebenden Beispielkontext vorausgesetzt.
Prüffrage für die Praxis
Modelliere nur so viel Semantik, wie Anwendungen tatsächlich nutzen.
Quellen zu diesem Beitrag
Auswahl auf Artikelebene, geprüft am 18.09.2026.
- W3C SKOS Reference
Definiert Konzeptschemata und semantische Relationen. - W3C OWL 2 Primer
Erklärt Klassen, Eigenschaften und Axiome.