Pfade abfragen
SPARQL Property Paths ohne Endlossuche
Property Paths beschreiben Folgen und Alternativen von Prädikaten, können aber große Suchräume erzeugen.
Pfade beschreiben Prädikatfolgen
Der Operator `/` verkettet Prädikate, `|` erlaubt Alternativen und `^` kehrt die Richtung um. `+` verlangt mindestens einen Schritt, `*` erlaubt auch einen Pfad der Länge null.
Property Paths liefern Endpunktpaare, nicht automatisch den konkreten Zwischenpfad. Für eine Pfaderklärung müssen Zwischenknoten separat abgefragt werden.
Zyklen und ungebundene Startpunkte
Ein ungebundener Start mit `*` oder `+` kann einen sehr großen Suchraum öffnen. Binden Sie einen Startknoten per VALUES oder vorangehendem selektivem Muster.
Zyklische Taxonomien können fachlich falsch sein, auch wenn die Abfrage terminiert. Eine gesonderte Qualitätsprüfung bleibt notwendig.
Duplikate richtig verstehen
Die Pfadauswertung zählt nicht jede alternative Route als eigene identische Lösung. Wer Pfadanzahl oder kürzesten Weg benötigt, braucht produktspezifische Funktionen oder ein anderes Abfragemuster.
Dokumentieren Sie deshalb, ob nur Erreichbarkeit oder der tatsächliche Weg gefragt ist.
Alle Oberbegriffe eines Konzepts finden
Der Startknoten ist gebunden. `skos:broader+` folgt einer oder mehreren Hierarchiestufen nach oben.
PREFIX skos: <http://www.w3.org/2004/02/skos/core#>
PREFIX ex: <https://example.org/id/>
SELECT DISTINCT ?oberbegriff ?label
WHERE {
VALUES ?start { ex:kreiselpumpe }
?start skos:broader+ ?oberbegriff .
OPTIONAL {
?oberbegriff skos:prefLabel ?label .
FILTER(LANG(?label) = "de")
}
}Eigenständige Beispielabfrage für diese Intention. Endpunktfunktionen und Datensatz müssen vor Produktion separat geprüft werden.
Prüffrage für die Praxis
Begrenze Startknoten und prüfe Zyklen sowie Kardinalität.
Quellen zu diesem Beitrag
Auswahl auf Artikelebene, geprüft am 18.09.2026.
- W3C SPARQL 1.2 Query, Property Paths
Definiert Pfadsyntax und Auswertungssemantik. - W3C SKOS Reference
Definiert die verwendete Hierarchierelation skos:broader.