Qualität messen
Qualitätsmetriken für Knowledge Graphs
Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Aktualität, Konsistenz und Provenienz benötigen jeweils definierte Nenner und Schwellen.
Dimension an Use Case binden
Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Aktualität, Konsistenz und Provenienz beantworten verschiedene Risiken. Ein globaler Score verdeckt, welche Entscheidung gefährdet ist.
Population und Nenner fixieren
Der Nenner bezeichnet eine versionierte Population mit Zeitbezug und Ausschlüssen. Ohne ihn ist eine Prozentzahl weder reproduzierbar noch vergleichbar.
Zähler operationalisieren
Eine Ressource zählt nur, wenn alle definierten Bedingungen maschinell prüfbar erfüllt sind. Stichproben und vollständige Messungen werden nicht vermischt.
Schwelle mit Reaktion koppeln
Der Fachbereich genehmigt Schwellen anhand des Schadensrisikos. Jede Verletzung löst eine benannte Aktion, einen Owner und eine Frist aus.
Metrikvertrag mit Nenner
Die Formel lässt sich aus einem versionierten Snapshot reproduzieren.
Metrik: Herstellerabdeckung aktiver Produkte
Population/Nenner: aktive Produkte am Tagesende
Zähler: davon mit Hersteller-IRI und Quellenbeleg
Ausschluss: Testprodukte laut ERP-Flag
Schwelle: fachlich freizugeben, nicht erfunden
Bei Verletzung: Import stoppen, Steward informierenEigenständiges Prüfartefakt ohne erfundene Messwerte oder Anbieterwertung.
Entscheidungsregel
Messe pro Use Case statt einen globalen Fantasiescore.
Quellen zu diesem Beitrag
Primärquellen auf Artikelebene, geprüft am 18.09.2026.
- ISO/IEC 25012 overview
Offizielle ISO-Seite zum Datenqualitätsmodell. - W3C DQV
Primärvokabular für Datenqualitätsmetriken.